Yonne

Yonne

Das Département Yonne wurde nach dem gleichnamigen Fluss benannt. Geographisch gesehen umfassen Teile des Départements jedoch auch die Landschaften der Champagne und Orleans. Wie in den anderen Départements, gibt es auch in der Yonne viele Möglichkeiten, auf den Kanälen und Flüssen selbst ein Hausboot zu fahren, ohne Bootsführerschein nach einer kurzen Einweisung.
Einer der bekanntesten Orte und gleichzeitig berühmtesten Weinanbaugebiete im Département CIMG2713Yonne ist Chablis. Das Weinanbaugebiet ist das nördlichste, offiziell von der INAO anerkannte Weinbaugebiet Burgunds. Der aus der Chardonnay-Traube erzeugte, qualitativ hochwertige Weißwein wird unter dem Namen Chablis vermarktet.
AuxerreDer Hauptort im Département Yonne ist Auxerre. Hier, wo der Canal du Nivernais in die Yonne einmündet, befindet sich ein großer Freizeithafen mit Bootsverleih uvm. Als wichtigste Sehenswürdigkeit ist für Auxerre die Kathedrale Saint Etienne zu nennen. Das Gotteshaus wird zu den Hauptwerken gotischer Baukunst gerechnet, mit ihrem Bau wurde im Jahr 1215 begonnen.
In Sens vereinigt der ehemalige Palast des Bischofs heute mehrere Museen, von welchen das Kunstmuseum eine der größten Sammlungen französischer Kunstwerke des Mittelalters zeigt. Die Kathedrale wurde zu Beginn des vierzehnten Jahrhunderts errichtet. Avallon ist vor allem für seine Süßwarenproduktion bekannt. Aus den Naturprodukten des Morvan werden hier allerlei Gebäckspezialitäten und Bobons hergestellt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u.a. die mittelalterliche Stadtmauer, der Uhrturm (la tour d’horloge), das Kostümmuseum (musée du costume) und die Kirche St. Lazare.

Vézelay, das zu einem der „plus beaux village de France“ (schönsten Dörfer Frankreichs) klassifiziert wurde, gehört zum Arrondissement Avallon. Der bekannte Wallfahrtsort, der auch Ausgangspunkt einer der Routen des Jakobswegs ist, liegt auf einer VezelayAnhöhe am Fluss Cure, zwischen Avallon und Clamecy. Vézelay blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück, welche mit der Gründung einer Benediktinerabtei durch Girard II im heutigen Saint-Père sous Vézelay begann. Als höchster Punkt thront die, im 12. Jahrhundert erbaute romanische „Basilika Sainte Marie-Madeleine“, die seit 1979 zum UNESCO-Weltkurlturerbe gehört. Von ihrem Park aus haben Sie einen schönen Blick auf die Landschaft und die umliegenden Orte. Weitere Sehenswürdigkeiten in Vézelay: die „Porte Neuve“, das gute erhaltene Stadttor aus dem Mittelalter welches im film „la grande vadrouille“ (die große Sause, mit Louis de Funès) als Kulisse diente und die Franziskaner-Kapelle „la ChapeSaintPèrelle la Cordelle).
Saint-Père sous Vézelay: Ausgrabungen offenbarten dass die Gegend bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war und die Salzquellen schon damals genutzt wurden. Um 900 v. Chr. errichteten hier die Kelten eine Nekropole, später wurde die Stätte zu einem keltischen Quellheiligtum ernannt. Nach der Eroberung Galliens errichteten die Römer Thermen.
Sehenswürdigkeiten in Saint-Père sous Vézelay: Die im Burgunder Flamboyant-Stil errichtete Kirche „Église Notre-Dame de Saint-Père“ mit angeschlossenem Archäologischen Museum. Die Kirche gilt als Meisterwerk dieser Stilstufe der Spätgotik und steht seit 1840 unter Denkmalschutz. Im Sommer können Sie die Ruinen der römischen Thermen „Site archeologique des Fontaines Salées de Saint-Père“ besuchen. Sie liegen an der D958 in Richtung Foissy-lès-Vézelay. Aus zwei Erdspalten sprudelt hier das leicht salzige Wasser welches sie an einem der Brunnen probieren können. Die Eintrittskarte zum Besuch der Salzquellen gilt auch für das Archäologische Museum.

DSC_1190Guedelon: Sicher haben auch Sie sich, beim Anblick alter Burgen und Schlösser, schon einmal gefragt, wie die Menschen des Mittelalters es schafften, solche Bauwerke zustande zu bringen. Etwa 200 km südöstlich von Paris und ca.40 km südwestlich der Stadt Auxerre, nahe der Stadt Saint-Sauveur-en-Puisaye, in einem kleinen Waldstück bei der Gemeinde Treigny, liegt die im Bau befindliche Burg „Guedelon“. Aber Guedelon ist nicht einfach irgendeine Burg! 1997 begann das Burgbauprojekt bei dem ausschließlich die Techniken aus dem 13. Jahrhundert angewandt werden. Um den Schlossbau herum entstand gleichzeit ein mittelalterliches Dorf, in dem die Handwerker die Materialen für den Schlossbau herstellen. Ein Tag in Guedelon ist absolut lohnenswert und auch für Familien mit Kindern ein großer Spaß!. Sehen Sie den Handwerkern über die Schulter: Steinmetz, Zimmermann, Seilmacher, Färberei, Maurer uvm. um nur einige zu nennen. Bei einigen Tätigkeiten dürfen Sie und Ihre Kinder auch mal selbst Hand anlegen und ein Highlight für die Kinder ist die Show des Magiers.
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